Routing in einem Satz
Routing heißt: Pakete zwischen verschiedenen IP-Netzen weiterleiten. Ein Switch verbindet Geräte im selben Netz (Layer 2), ein Router verbindet verschiedene Netze (Layer 3). Dazu schaut er bei jedem einzelnen Paket auf die Ziel-IP-Adresse und sucht in seiner Routing-Tabelle, wohin es als Nächstes muss.
Die wichtigsten Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Präfix | Ein Zielnetz mit Länge, z. B. 10.20.0.0/16. |
| Next-Hop | Die IP-Adresse des nächsten Routers auf dem Weg. Er muss in einem direkt verbundenen Netz liegen. |
| Ausgangs-Interface | Über welche Schnittstelle das Paket den Router verlässt. |
| Default-Route | 0.0.0.0/0 – „alles, was ich nicht genauer kenne“, meist Richtung Internet. Bei Cisco: Gateway of last resort. |
| Konvergenz | Der Zustand, in dem nach einer Änderung (Leitung fällt aus) alle Router wieder dieselbe, richtige Sicht haben. Je schneller, desto besser. |
| Autonomes System (AS) | Ein Netz unter einheitlicher Verwaltung, z. B. eine Firma oder ein Provider. |
Drei Dinge, die viele übersehen
- Hop-by-Hop: Jeder Router entscheidet nur über den nächsten Schritt. Kennt ein Router in der Mitte das Ziel nicht, ist Schluss – egal, wie gut die anderen konfiguriert sind.
- Rückweg: Eine Antwort ist ein neues Paket mit vertauschten Adressen. Der Weg zurück wird genauso nachgeschlagen – und muss ebenfalls existieren. „Ping geht nicht“ heißt sehr oft: Hinweg ok, Rückweg fehlt.
- Adressen im Paket: Quell- und Ziel-IP bleiben auf dem ganzen Weg gleich (außer bei NAT). Die MAC-Adressen werden an jedem Router neu gesetzt.
ip routing), Firewalls – und auch jeder PC und Server: Auch Windows und Linux haben eine Routing-Tabelle (route print bzw. ip route), meist nur mit dem eigenen Netz und einer Default-Route zum Gateway.